Von der Architektur zum Möbel
Rock the Shack
Neue Räume in der Scheune

Neue Räume in der Scheune

Umnutzung einer alten Scheune zum Wohnen und Arbeiten

Die umgebaute Scheune ist Teil des größten Vierseitgehöfts in der Ortschaft Sermuth, einer kleinen Gemeinde im Naturraum Muldental. Der Entwurf leitet alle Gestaltungsprämissen aus der bestehenden und bis dahin brach liegenden Scheunenstruktur ab. Dabei wird die Typologie eines ehemals einfachen Wirtschaftsgebäudes in die heutige Zeit transformiert. Die Bestandsfigur wird auf ihren Grundbaukörper rückgebaut und von Anbauten befreit. Nicht mehr Vorhandenes wird durch Neues ersetzt.
Die primären Gestaltungsmerkmale der ehemaligen Scheune, wie Tenne mit Öffnung zum Dachraum, wenige, jedoch große Fassadenöffnungen mit Schiebetoren sowie die Verwendung einfacher Materialien, bilden dabei die Grundlage der architektonischen Neukonzeption.

“Atelier ST überzeugte mit dem Gedanken, den Bau im “Geist und der Atmosphäre der alten Scheune”, zugleich aber in zeitgemäßer Architektur, den neuen Nutzung anzupassen.”
Bauwelt – Ausgabe 31/2014

Daten

Bauvorhaben: Neue Räume in der Scheune | Umbau einer Scheune für Wohnen und Gewerbe im Muldenthal, Sermuth
Bauherrschaft Wohnen: privat
Bauherrschaft Gewerbe: Fa. Mükotec
Fertigstellung: 2013
Fotograf: Werner Huthmacher, Bertram Bölkow

Landeswettbewerb ländliches Bauen 2013
Stilles Örtchen

Stilles Örtchen

Neue Toilettenanlagen für die Peterskirche

Die neogotische Peterskirche in Leipzig wird neben der sakralen Nutzung zunehmend als Veranstaltungsort gebucht. Bislang verfügte die Kirche jedoch nicht über ausreichende WC-Räume. Mit den Stilmitteln der Neogotik haben wir diese unauffällig und doch mit einem Schuss augenzwinkerndem Zeitgeist in den denkmalgeschützten Kontext eingefügt.
Dafür wurden die alten WC-Anlagen rückgebaut und die komplett maroden Installationen im Wand- und Fußbodenbereich erneuert. Insgesamt stehen nun drei WC-Kabinen zur Verfügung, die mittels Glasoberlichtern akustisch voneinander getrennt sind. Die prägenden neogotischen Gestaltungsmerkmale der Gewölbe- und Fensterbögen finden in den neuen Türelementen eine zeitgenössische Fortführung. Für den Fußboden kamen traditionelle Zementestrichfliesen zum Einsatz, die man auch an anderer Stelle in der Kirche wiederfinden kann.

„Nicht nur eine funktionale Verbesserung, sondern ein erfrischend lockerer Umgang mit dem historischen Bestand.“
Johannes Toasper – former Pastor of the Church of Peter

Daten

Bauvorhaben: Stilles Örtchen | Umbau und Ergänzung Nebenräume Peterskirche Leipzig
Bauherr: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Peterskirche
Fertigstellung: 2013
Fotograf: Martin Jehnichen

3 Köpfe
Die sanften Modernisten
Im märkischen Kiefernwald
Architekturpreis des BDA Sachsen 2013